Frühe Lese in der Champagne erwartet

Der Champagne - export nach märkten 2016: Bestätigung des wertbezogenen wachstumsmodells der Champagne

Die Lese in den fünf Departements der AOC Champagne beginnt voraussichtlich schon Ende August. Das ist einen Monat früher als im Vorjahr und damit eine der fünf frühesten Lesen in der Geschichte der Champagne. Die Entwicklung der Reben liegt in diesem Jahr rund zehn Tage vor dem zehnjährigen Mittel.

Die Winzer und Häuser der Champagne legten heute unter dem Dach des Comité Champagne die maximal zulässige Ertragsmenge auf 10.800 Kilogramm pro Hektar fest. Das ist die gleiche Menge wie im Vorjahr.

Winzer, die aufgrund von Ausfällen die zulässige Erntemenge von 10.300 Kilogramm pro Hektar (Vorjahr 9.700 Kilogramm pro Hektar) nicht erreichen, dürfen ihr Ertragsdefizit mit maximal 500 Kilogramm pro Hektar durch den Zugriff auf die Reserve von Weinen früherer Lesen ausgleichen.

Diese Entscheidung stützt sich auf den agronomisch voraussichtlich möglichen Ernteertrag, der zum Zeitpunkt auf 10.000 bis 11.000 Kilogramm pro Hektar eingeschätzt wird. Die Weinberge in der Champagne sind, begünstigt durch eine hochsommerliche Wetterlage seit Mitte Mai, grün und gesund.

Der zulässige Höchstertrag von 10.800 Kilogramm pro Hektar erlaubt den Winzern und Häusern der Champagne auf die wachsende Nachfrage zu reagieren. Im ersten Semester 2017 stieg die Nachfrage weltweit um 2,9 Prozent. Stärker wuchs der Export weltweit um mehr als 9 Prozent und außerhalb der EU um 17,9 Prozent. Mehr als 100.000 Saisonarbeiter lesen die Trauben in der Champagne ausschließlich von Hand.

Der Champagne – export nach märkten 2016: Bestätigung des wertbezogenen wachstumsmodells der Champagne

2016 lieferte eine Bestätigung der wertbezogenen Entwicklung der Branche auf dem weltweiten Champagne-Markt, denn die Verbraucher sind bereit für Champagne immer mehr Geld auszugeben und neue Wachstumsrelais erreichen einen immer stärkeren Anteil am Export. Trotz eines geringen Rückgangs der Mengen (-2,1%) aufgrund der schleppenden Entwicklung des französischen Marktes und der plötzlichen Abwertung des Pfundes, war 2016 nach Umsatz das zweite Rekordjahr in Folge (4,71 Milliarden Euro), nach dem Rekordjahr 2015 (4,74 Milliarden Euro).

Vom Wert her gesehen, setzt sich das dynamische Wachstum auf den traditionellen Champagne-Märkten, in fernen Ländern (Vereinigte Staaten: +4,9%, Japan: + 3%) aber auch in Europa (Deutschland: +3,4%, Niederlande: +6,3%) fort. Die Erholung in Südeuropa bestätigt sich (Spanien: +1,3% und Italien: +6,4%) ebenso die Bedeutung von Nordeuropa: zusammen genommen beträgt das Wachstum in Schweden, Dänemark, Finnland und Norwegen +3,5%.
Und schließlich bestätigen zahlreiche Länder auf mehreren Kontinenten ihren Status eines Wachstumsrelais: Amerika (Kanada: +9,4%, Mexiko: +12%); Afrika (Südafrika: +15,1%), Ozeanien (Neuseeland: +25,4%) oder Asien (Südkorea: +14,2%); die « chinesische Welt » , bestehend aus China, Hong-Kong und Taiwan hat weiterhin großes Potential.

In den meisten Ländern bestätigt sich also das Modell eines Wachstums des Champagne gestützt vom Export und der Diversifizierung der Cuvées: 2016 exportierte die Champagne 8,6 % Flaschen Rosé – Champagne mehr als 2015 und 4,6 % mehr Cuvée de prestige. Die Verbraucher entscheiden sich immer öfter für immer seltenere und prestigeträchtigere Cuvées.