Schnapsbrennen zum Anfassen

Penninger stellt Pläne für neuen Standort mit gläserner Produktion vor
Veröffentlicht im Februar 01, 2018, 3:48 pm
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Der geschäftsführende Gesellschafter der Hausbrennerei Penninger Stefan Penninger stellte zusammen mit dem beauftragten Architekturbüro Reiter-Hahne die Pläne für den Neubau der Penninger-Destillerie in Waldkirchen der Öffentlichkeit vor. Besonderes Highlight ist dabei ein Besucherzentrum mit integrierter „Gläsernen Produktion“. Die Gäste der Hausbrennerei werden hier in täglichen Führungen alle Stationen der Spirituosen- und Essigherstellung live erleben können, während alle Arbeitsprozesse ungehindert weiter laufen. Dieses Konzept ist eine einmalige Attraktion im Bayerischen Wald.

„Der neue Standort wird mehr als eine Produktionsstätte sein“, betont Christoph Bauer, Geschäftsführer von Penninger, „er wird allen Besucher unsere Leidenschaft für die geistigen Genüsse näherbringen.“

Auch die beiden Neuerungen, auf die er besonders stolz ist, verbirgt Stefan Penninger vor den Besuchern nicht: eine neue maßgefertigte kupferne Brennanlage mit Sudhaus und ein Fasslager für holzfassgelagerte Spirituosen. Mit dem Fasslager eröffnen sich für Penninger neue Möglichkeiten in der Spirituosenherstellung. Das Familienunternehmen wird in den nächsten Jahren selbst verschiedene Whiskyarten herstellen. Exklusive Spezialitäten wie Whisky und Rum können am Ende jeder Führung in einem Tasting verkostet werden. Alle anderen Produkte können wie gewohnt kostenlos im Shop probiert werden.

Darüber hinaus wird es am neuen Standort auch ein eigenes Café mit Freisitz und Blick auf den Bayerischen Wald geben. Dort können Waldkirchner wie zugereiste Besucher Kaffee aus direkt vor Ort gerösteten Bohnen, zusammen mit Gebäck und kleinen Speisen genießen. Im angeschlossenen kleinen Kinosaal mit 25 Sitzplätzen werden nicht nur kurze Filme über die Hausbrennerei gezeigt, Penninger wird auch besondere Filmabende außerhalb der Öffnungszeiten anbieten.

„Unser Neubau soll kein Industriegebiet am Rand der Stadt Waldkirchen sein. Stattdessen wird sich Penninger als Teil des öffentlichen, kulturellen Lebens in der Bayerwald-Stadt integrieren.“ Stefan Penninger

Auch in der Gestaltung wird der neue Penninger Standort gut ins Stadtbild passen. Das Team von Reiter-Hahne aus Passau legte bei der Planung sehr großen Wert darauf, dass sich die Gebäudeteile harmonisch in die Gegend einfügen. Optisch vereinen sie die regionale Verwurzelung durch die Form des rohen, kantigen Fels einer Granitlandschaft und modernes Design. Die Anordnung ähnelt einer dörflich gewachsenen Struktur mit traditionellen Satteldächern und gliedert sich in die städtebauliche Umgebung ein.

Für das Team der Hausbrennerei Penninger bedeutet der Neubau neue Herausforderungen in allen Abteilungen. Nicht nur durch die Herstellung der Spirituosen, sondern auch die neue Ansprache der Touristen und Kunden des Hauses ist neu umzusetzen.

„Penninger bleibt dabei ein verlässlicher Arbeitgeber in der Region“, macht Stefan Penninger deutlich, „unsere Mitarbeiter mit ihrer langjährigen Erfahrung und Kompetenz sind dabei unser größtes Kapital“.

Das 1905 gegründete Hausbrennerei Penninger ist seit jeher in Familienhand. Das Traditionsunternehmen produziert seit mehr als hundert Jahren Spirituosen im niederbayerischen Hauzenberg. Bekannt ist es vor allem für die Kräuterspirituosen Blutwurz und Bärwurz. Reinhard Penninger war von 1987 bis 2014 alleiniger Inhaber und Geschäftsführer. Seit dem Jahr 2017 ist sein Sohn Stefan Penninger neuer geschäftsführender Gesellschafter. Penninger beschäftigt am Stammsitz und in neun Filialen annähernd 60 Mitarbeiter und produziert pro Jahr knapp 1 Mio. Flaschen Spirituosen und Essig.