Gin

Diversa nimmt Ettaler Dry Gin „1596“ im Vertriebsportfolio auf

Bayerischer Dry Gin aus der Klostermanufaktur Ettal
Klostermanufaktur Ettal Dry Gin 1596

Klostermanufaktur Ettal Dry Gin 1596
UVP: 39,99 €
Grädigkeit: 40 % vol. Alk.
Kartonware: 6 x 0,5 L
Auslieferbar: ab sofort
Destillateur: Frater Vitalis M. Sittenauer OSB – Kaiser-Ludwig- Platz 1, Benediktinerabtei, 82488 Ettal

Der Gedanke in der Destillerie des ehrwürdigen Ettaler Klosters einen Dry Gin zu produzieren ist historisch bedingt, da in der alten Klosterapotheke, aus der die Destillerie hervorgegangen ist, schon Wacholderspezialitäten unter dem Namen „Kranewitt“ bekannt waren.

Der Destillateur Frater Vitalis M. Sittenauer OSB schrieb eine neue Rezeptur für den Gin. Der Stil des Dry Gins soll sich dem barocken Stil der Ettaler Klosteranlage anpassen. Leicht, luftig, verspielt, alle olfaktorischen Nerven anregend und gleichzeitig blumig, duftig und leicht. Seine Kopfnoten hat der Ettaler Klostergin von Rosen-, Orangen- und Lavendelblüten, diese aber sehr dezent, nicht seifig oder gar parfümig.

Die Herznote ist den vier verschiedenen Sorten Pfeffer und der Zitrone überlassen. Die Basisnote, die von Anfang an mitschwingt ist natürlich der Wacholder. Hierzu wird auch nur eine eigens vom Destillateur ausgewählte Sorte von Wacholder verwendet. Unterstützt wird das ganze durch Braumalz, das einen leicht süßlichen Geruch abgibt, und weil der Destillateur aus einer Hopfenpflanzerfamilie stammt, natürlich Hallertauer mittelfrüh, eine Aromasorte des Hopfens. Hinzu kommen noch insgesamt 33 verschiedene Kräuter, Wurzeln und Früchte.

Die Destillation ist sehr aufwendig, der Ettaler Dry Gin 1596 wird viermal destilliert. Der Rauhbrand dauert ca. 13 Stunden. Hier sitzt der Destillateur an der kupfernen Destillationsblase mit einer Mensur von einem Liter und so prüft er jeden Liter auf sein Aroma. Kommen Aromen, die er nicht wünscht, bricht er die Destillation ab. Der darauf folgende Klärbrand dauert 12 Stunden. Hier gibt der Destillateur – nach Geruch- noch Kräuter hinzu, die zu wenig zur Geltung kommen oder setzt sie jetzt erst ein.

Darauf folgt der dritte Brand, wieder ca. 12 Stunden und daraufhin der Finalbrand. Dabei werden sehr empfindliche Blüten und Früchte noch mit abdestilliert.

Der zu Verwendung kommende Alkohol ist reinster Weizenbrand. Das Wasser, das eine große Rolle spielt, reines Ettaler Quellwasser aus den Tiefen der Gebirgstöcke. Nach der Destillation und der olfaktorischen, chemischen und physikalischen Qualitätskontrolle, die der Destillateur selbst durchführt, wird der Dry Gin zur Abfüllung in den Destillerie-Keller geleitet. Hier verbleibt er eine Zeit, um sich mit Sauerstoff zu dem Geschmack und Geruch zu verwandeln, den man als „Bukett“ bezeichnet. Man spricht hier von „der Hochzeit der ätherischen Öle“.

Keine Zitrone bitte!

Wichtig ist bei diesem Gin, dass man ihn nicht mit Zitrone kombiniert – um die Vielfalt seiner Düfte und Geschmäcker zu erhalten.

Reine Naturprodukte

Alle Ettaler Kloster Liqueure sind reine Naturprodukte, gentechnikfrei und ohne künstliche Zusatz- oder Aromastoffe hergestellt. Die ausgeprägte Harmonie entfalten die Produkte durch die sorgfältige Verarbeitung nach hunderte Jahre altem Wissen in der klostereigenen Manufaktur und der Reife in alten Eichenfässern im Klosterkeller.

Liqueur-Manufaktur seit über 400 Jahren

Die Liqueurherstellung ist neben Landwirtschaft, Gastronomie und Hotellerie sowie der bekannten Brauerei, seit langem eines der wirtschaftlichen Standbeine des Benediktinerklosters Ettal, dessen Geschichte weit zurückreicht. Eng verbunden mit der Historie des Klosters ist deshalb auch die Geschichte der dortigen Liqueur-Herstellung. Denn schon mit der Gründung hielten nicht nur Religion und Kultur Einzug, sondern auch das Wissen um die Heilkräfte der Natur. Dabei hatte die Klosterapotheke eine bedeutende Rolle, und im Jahr 1596 erwarb das Kloster den ersten kupfernen Brennkessel für seine Apotheke.

Mit ihm wurde fortan das „Aqua abbatis„, ein Stärkungstrunk in zwei Varianten (auch „gelbe und grüne Tropfen“ genannt), zubereitet – die Urform des heutigen Ettaler Kloster Liqueurs.

Unter Abt Bernhard I. Oberhauser erweiterten die Mönche 1737 die medizinischen Einrichtungen des Klosters und statteten auch die Apotheke sukzessive mit neuen Gerätschaften aus. Eine davon ist ein großer, kunstvoll aus Messing gefertigter Mörser, der die Aufschrift trägt: „Bernardus Abbas Ettaliensis, Me fecit Taller 1737“.

Die Aufhebung des Klosters 1803 brachte dann das vorläufige Ende des Stärkungstrunks mit sich, denn die Klosterapotheke wurde öffentlich zum Verkauf angeboten. Sie kam in den Besitz der Apotheker-Familie Byschl. In deren Arzneischrank schlummerte dann lange Jahre – zunächst unentdeckt – das alte Rezept für den Ettaler Kloster Liqueur. Die Byschls stellten diesen Liqueur später unter dem Namen „Alt-Ettaler Abt-Liqueur“ her. Nach der Wiedererrichtung im Jahr 1900 erhielt das Kloster seine Rezeptur zurück und Pater Anselm Barth wurde das Geheimnis der Herstellung anvertraut.

In den Gewölben des Klosters entstand daraufhin eine eigene Destillerie und der Liqueurabsatz wuchs seither stetig. Sein Name und die bis heute kaum veränderte, markante Barockflasche wurden in den 20er Jahren als Patent angemeldet und weltweit geschützt.

Die Herstellung der Ettaler Kloster Liqueure basiert bis heute auf der streng geheim gehaltenen Rezeptur, die jeweils nur zwei der Mönche kennen.

Im Jahr 1998 wurde Frater Vitalis vom damaligen Abt Edelbert zum Verantwortlichen für die Destillerie bestimmt. Bis heute leitet er die Geschicke des Betriebs, verfügt über umfassende Kenntnisse der Kräuterkunde und hat die Angebotspalette wesentlich erweitert. Aktuell kennen nur er und einer seiner Mitbrüder die Rezepturen. Die Produktpalette umfasst mehrere Spezialitäten. Die beiden bedeutendsten sind der Ettaler Kloster Liqueur „Gelb“ und der Ettaler Kloster Liqueur „Grün“. Beide haben ein ganz typisches, harmonisches und blumiges Bouquet, und werden von den Mönchen traditionsgemäß in den Räumen der Benediktinerabtei Ettal hergestellt und in der eigenen Flaschenabfüllerei abgefüllt, etikettiert und von hier aus weltweit verkauft.

Benediktiner-Frater Vitalis Sittenauer zur Herstellung: „Im Kern basiert die Komposition auf einer Vielzahl erlesener Kräuter und Gewürze höchster Qualität. Um ihre Wirkstoffe herauszulösen, legen wir die Kräutergewürzmischung in ein Gemisch aus kristallklarem Wasser und Alkohol ein.“

Anschließend, so Frater Vitalis, erfolge die Destillation, ehe die so entstandenen Liqueure in 5.000-Liter-Holzfässern zwischen den meterdicken Mauern des Liqueurkellers weiter reifen.

Im Laufe der Jahrhunderte ist die Ettaler Klosterdestillerie stetig erweitert worden. Im Jahr 2016 erfolgte die letzte große Investition. Eine neue Destillationsanlage sichert auch in Zukunft die sehr hohe Qualität der Produkte.