Deutsche trinken 20,9 Liter Wein im Jahr

Die Deutschen trinken gern Wein

Der Wein-Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland belief sich im vergangenen Weinwirtschaftsjahr auf 20,9 Liter und liegt damit 0,2 Liter unter dem des Vorjahreszeitraums. Dies teilte das Deutsche Weininstitut (DWI) auf Basis der Wein-Konsum-Bilanz mit, die vom Deutschen Weinbauverband für das DWI erstellt wurde.

Ihr liegt die hierzulande konsumierte Weinmenge von insgesamt 17,2 Mio. Hektolitern zugrunde, bezogen auf die deutsche Gesamtbevölkerung von 82,5 Mio. Einwohnern.

Rechnet man den gegenüber dem Vorjahr stabil gebliebenen Schaumweinkonsum von 3,5 Litern hinzu, ergibt sich für Deutschland ein Pro Kopf-Verbrauch von 24,4 Litern Wein und Sekt mit einer Gesamtmenge von rund 20 Mio. Hektolitern.

Die Wein-Konsum-Bilanz basiert im Wesentlichen auf den Offizialdaten des Statistischen Bundesamtes zur Wein­erzeugung, der Bestandslage sowie dem Im- und Export. Aufgrund einer neuen Berechnungsgrundlage für Weine, die der Weiterverarbeitung, beispielsweise zu Weinessig, zugeführt werden, wurde der Wert für den Wein-Pro-Kopf-Verbrauch des vergangenen Weinwirtschaftsjahres rückwirkend von 20,6 auf 21,1 Liter angepasst.

Repräsentative forsa-Umfrage: Von wegen Bier-Nation – Die Deutschen trinken gern Wein

Das beste Getränk für ein romantisches Date? Ein Glas Wein, denn 63 Prozent der Deutschen trinken ihn gern. Erst danach kommen Bier (53 Prozent) und Cocktails (48 Prozent), ergab eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Kork-Verbands und des portugiesischen Korkverbandes APCOR. [1] Dabei gehen die Geschmäcker teils weit auseinander. 70 Prozent der Männer greifen gern zum Bier, aber nur 36 Prozent der Frauen. Umgekehrt rangieren Cocktails in der weiblichen Gunst viel weiter oben (59 Prozent) als bei den Männern (37 Prozent). Nur beim Wein sind sich die Geschlechter einig, ihn mögen 66 Prozent der Frauen und 60 Prozent der Männer. Auch beim Weinverschluss sind die deutschen Weintrinker einer Meinung. Naturkorken stehen für Tradition, finden 66 Prozent der Frauen und 70 Prozent der Männer.

Nach dem Entkorken sollten Bordeaux, Riesling oder Weißherbst geprüft werden.

„Wein testet man in drei Stufen – auf Aussehen, Geruch und Geschmack“, erklärt Top-Sommelier Rakhshan Zhouleh. Vor den gemeinsamen Weingenuss bleibt noch die Frage nach dem Dekantieren. Wenig bekannt ist dabei, dass auch viele Weißweine von einer Extraportion Sauerstoff profitieren. „Zum Dekantieren eignen sich kräftige Weißweine mit wenig Säure wie Grüner Veltliner, Chardonnay oder Weißburgunder – besonders wenn sie im Barrique gelagert wurden. Säurereiche Weißweine wie der Riesling sollten dagegen nicht dekantiert werden.“

[1]Repräsentative forsa-Umfrage „Weingenuss und Naturkorken“ im Auftrag von APCOR und dem Deutschen Kork-Verband e.V. Im März 2017 wurden 1.588 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt, darunter 1.001 Weintrinker.